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Sie war mein Hund. Sie ist mein Hund.

Sie starb Karfreitag 2005. Es war der 25. März. Und wurde zum schlimmsten Tag meines Lebens. Etwa ein Jahr vorher waren meine Mutter und ich mit ihr beim Tierarzt, da sie einen kleinen Tumor am Bauch hatte. Wir wollten eigentlich schon einige Tage früher gehen, aber da war uns noch nicht bewusst, dass es gefährlich sein könnte. Wir kamen also dort an, und sie bekam den Tumor enfernt. Entwarnung - sie war gesund. Dachten wir. Nächstes Jahr im März fing es an. Sie machte auf halbem Wege schlapp beim Gassi gehen, obwohl sie ein Hund war, der es geliebt hat. Ich brauchte mich nur vor sie zu hocken und zu sagen "Cleo: Gassi!", schon sprang sie auf, wedelte mit ihrem Schwanz und rannte raus um die Leine zu holen. Irgendwann fing es an, dass sie auch im Haus schlapp wurde, sie schlief viel und hatte kaum noch Lust zu toben. Dann hörte sie auf zu essen und zu trinken. Sie atmete so schwer, als würde sie keine Luft mehr bekommen. Und wenn ich dann mit ihr Gassi gehen wollte, habe ich sie kaum noch aus dem Haus bekommen. Sie ging einfach keinen Schritt. Ich hatte mir Sorgen gemacht. Meine große Schwester war während dieser Zeit in China, Schüleraustausch. Sie war 2 Wochen dort, dh. alles spielte sich in nur 2 Wochen ab. Meine Mutter telefonierte viel mit ihr, und hatte ihr gesagt, dass Cleo krank ist. Meine Mutter fuhr mit ihr zum Tierazt. Er sagte ihr, dass es zwei Möglichkeiten gibt. Entweder hatte Cleo im Feld etwas gefressen, aufdem sich Rattengift befand, oder sie hatte Lungenkrebs im Endstadium. Er gab ihr Medikamente gegen Rattengift mit und meinte, wenn es Rattengift ist, gehe es Cleo am nächsten Tag schon um einiges besser. Wenn der Zustand unverändert sei, sei es Lungenkrebs. Meine Mutter kam nach Hause underzählte mir davon. Ich war lange bei Cleo an diesem Abend. Ich wusste ja nicht, ob das vielleicht der letzte Abend von ihr sei. Ich wollte garnicht in mein Zimmer gehen. Ich erinner mich noch genau, wie sie da neben mir lag, aus vielen Körperstellen geblutet hat, mich mit ihrem niedlichen, doofen Hundeblick angeguckt hat, und ihren Kopf auf meinen Schoß gelegt hat, um sich von mir streicheln zu lassen. Mir ging so viel durch den Kopf. Irgendwann ging ich schlafen. Es tat mir weh, sie zu verlassen.

 

In dieser Nacht hatte ich einen schönen Traum. Doch in dieser Situation war es eher ein Albtraum: Ich kam am nächsten Morgen, dem 25. März, in den Flur, und Cleo sprang mir entgegen und wollte spielen. Sie fraß und trank wieder, so, als sei nichts gewesen.

 

Der eigentliche Morgen des 25. März sah anders aus:

Ich kam also in den Flur, zitternd. Cleo lag vor der Treppe. Sie hatte unter sich gepinkelt, und lag darin. Sie blutete immernoch, atmete schlimmer als vorher, und drehte sich dieses Mal nicht einmal um, als sie mich kommen hörte. Ich setzte mich vor sie, guckte sie an, sie öffnete ihre Augen nicht einmal. Ich fing an sie zu streicheln, und mir war klar, dass es der Lungenkrebs war. Sie würde also noch an diesem Tag eingeschläfert werden. Es tat weh. Ich erinnerte mich an all die tollen Zeiten, die wir miteinander erlebt hatten. Wenn wir im Sommer auf den Sportplatz gegangen sind, uns auf die Wiese gelegt haben, und dort 2 Stunden lang in der Sonne lagen, sie um mich herum tobte, mich abschleckte, und ich ihr immer sagte: "Du lässt mich auch nicht mal in Ruhe schlafen, oder?" Dann spielte ich immer mit ihr. Oft nahm ich auch Freunde und ihre Hunde mit. Oder im Winter, wenn ich mich in den Schnee gelegt habe um Schneeengel zu machen, und sie sich neben mich legte, um sich im Schnee zu rollen. Oft bin ich mit meiner großen Schwester mit Cleo auf den Spielplatz gegangen, sie hielt Cleo die Augen zu, und ich versteckte mich dort. Cleo hat mich immer gefunden und sich gefreut, wie Hunde es nun mal immer tun. Ich hatte sie, seit ich denken konnte. 10 Jahre lang lebte sie bei uns. Ich wuchs mit ihr auf. Bei all diesen Gedanken fing ich an zu weinen. Ich wusste, dass sie in weniger als einer Stunde aus der Türe wäre, und ich sie ab diesem Moment nie wieder in den Arm nehmen könnte. Ich wollte nicht mit. Ich wollte sie nicht sterben sehen. Ich wollte sie so in Erinnerung tragen, wie sie damals war und aussah, als sie noch gesund war. Diese Gefühle sind nicht in Worte zufassen. Irgendwann kam mein Stiefvater die Treppe hinunter. Und ab da ging eigentlich alles ganz schnell. Er hockte sich kurz neben mich, und streichelte sie. Meine Mutter kam, auch Tränen in den Augen. Meinte, sie müssten jetzt los. Mir liefen die Tränen nur so herunter. Mein Steifvater, Frank, nahm sie vorsichtig auf den Arm, sie sah mich traurig an. Ihre Augen waren so leer. Er öffnete die Haustüre, und ich saß nur da, wollte aufstehen, konnte aber nicht. Er ging durch, um die Ecke. Ich sah Cleo nur wie sie langsam verschwand, sie guckte zu mir zurück, ich flennte wie ein kleines Kind, ihre Beine verschwanden, dann der Bauch, und dann, zum Schluss, ihr Köpfchen. Ich wusste, dass ich anfangen musste, es zu realisieren. Zu realisieren, dass meine Cleo, die ich so sehr liebte, jetzt sterben müsste. Dass ich sie jetzt das letzte Mal sah, und nie wieder mit ihr spielen würde. Sie verschwand ganz um die Ecke, ich starrte in die Luft. Sprang auf, wollte ihr hinterher laufen, aber meinte Mutter meinte nur "Lass es lieber Lena, es ist besser so." , gab mir einen Kuss auf die Wange, und zog hinter sich die Türe zu.

Cleo war weg. Für immer.

Ich regte mich ab. Ich hatte im Hinterkopf immernoch die Hoffnung, dass meine Mutter mit ihr zurückkäme.

Dem war nicht so.

Meine Mutter kam irgendwann wieder, in Tränen aufgelöst. Und jetzt war es mir klar. Ich rannte in mein Zimmer, und weinte wieder drauf los. Ich habe ungelogene 3 Tage geweint. Die nächsten 7 Tage immernoch ein bisschen. Meistens dann, als ich morgens runterkam, und Cleo erwartet hatte, und dann merkte, dass sie nicht da war. Ich wurde von allen getröstet, aber das half nicht. Nun war sie für immer weg. Meine Mutter sagte meiner Schwester nichts davon, da sie ihr den Geburtstag in China nicht verderben wollte [12.April]. Noch heute komm ich nicht über ihren Tod hinweg, so sehr ich es auch versuche.

Der 25. März 2005 war der schlimmste Tag in meinem Leben.

Cleo, dir wird für immer ein Großteil meines Herzens gehören. Für immer. Ich liebe dich, immernoch, bis ich sterbe.

 

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